Der KSV Spenge hat (wieder) eine sehr aktive Wildwasser Gruppe. Wir begleiten die Wanderpaddler auf ihren Touren wie z.B. auf der Lippe und der Diemel. Weiterhin √ľben wir verschiedene Wildwassertechniken auf der Oker, der Lippe in Sande und in Lippstadt, im Wildwasserpark Hohenlimburg, im Kanupark Markkleeberg und √ľben die Eskimorolle im Freibad in Neuenkirchen. Die Kr√∂nung ist die j√§hrliche Wildwasserfreizeit an der Soca in Slowenien. Boote, Paddel, Schwimmwesten und weiteres Material werden vom Verein bereit gestellt.

NEWS Wildwasser

Erstes Wildwassertraining des Jahres auf der √úbungsstrecke in Esbeck

Wenn die anderen mit Bollerwagen losziehen, holen wir die Boote raus und fahren nach Esbeck an die √úbungsstrecke auf der Lippe, um uns f√ľr die Wildwasserfreizeit nach Slowenien vorzubereiten. Zu zehnt fuhren wir mit einer bunt gemischten Gruppe mit einer Alterspanne von insgesamt 60 Jahren und unterschiedlichen Vorerfahrungen in der Str√∂mung los um unterschiedliche Techniken, wie das Einschlingen und Kehrwasserfahren zu √ľben. Traversieren, Kentern, Rollen und Surfen in der Welle standen auch auf dem Plan. Angeleitet von Felix, Malena, Luca und Daniel konnten sowohl die erfahreneren Anf√§nger, als auch die ganz blutigen Anf√§nger, von denen einige bereits auf den Wandertouren Blut geleckt haben, bei einem tollen Wasserstand und gutem Paddelwetter ordentlich trainieren. Zum Schluss konnten die J√ľngsten auch noch die korrekte Rettung eines Schwimmer mit dem Wurfsack √ľben. Dabei stellten sich alle wirklich sehr geschickt an und merkten auch, wie wichtig der Zusammenhalt und das Teamwork bei der Rettung eines gekenterten Paddlers ist, der aus der Str√∂mung geretttet werden m√∂chte.

Wildwasser

Sicherheitsschulung Bezirk 10 des DKV

Am vergangenen Wochenende war es nach langer Coronazeit f√ľr uns endlich wieder so weit, die j√§hrliche Sicherheitsschulung des Bezirks 10 stand f√ľr die PaddlerInnen des Spenger Kanu Vereins an. Am Samstag gab es theoretische Inhalte zu den Themen Bootstransport, Regelkunde im Wasser- und speziell Kanusport, Informationen zu Wehren und weiteren Gefahren auf dem Bach, Materialkunde, Ausr√ľstung, K√§lteschutz, Sichern, Retten, Bergen und erster Hilfe. Kurzweilig und interessant, komprimiert auf das Wichtigste f√ľr Wanderpaddler und Wildwasserfahrer, war sogar ausreichend Zeit f√ľr eine kurze Demonstration einer Bergeaktion eines bewusstlosen Paddlers auf der Werre. Praktisch wurden vormittags sowohl das Knoten von Seilen und weiteren kleinen Kniffen und Tricks zum Paddeln und das Bergen von gekenterten Booten mit Hilfe eines Flaschenzugs und Vektorzugs, sowie das Anlegen einer improvisierten Schiene bei Verletzungen an Armen Beinen und Schultern mit Hilfe von Spitzenbeutel und Spritzdecke ge√ľbt. Nach einer kurzen aber erholsamen Mittagspause und einem leckeren griechischen Essen ging es dann u.a. direkt weiter mit praktischen Inhalten zum gelungenen Retten eines gekenterten Paddlers in der Str√∂mung mit Hilfe eines geworfenen Wurfsacks. Im Bereich der Ersten-Hilfe gab es weiteren Input in Form von Stabiler Seitenlage, Fokus auf paddelspezifischer Improvisation mit Materialien, die jeder Paddler und jede Paddlerin ohnehin dabeihat, so dass auch z.B. eine Liege und Trage mit Schwimmwesten und Paddeln schnell und effektiv gebaut werden kann. Auch der Bootstransport und die rechtliche Situation zum Bepacken und Sichern eines Anh√§ngers wurde thematisiert. Weitere Ideen gab es dann zus√§tzlich im Bereich des Rollentrainings, das eventuell zu einer neuen, trockenen √úbungsform auch in unserem Verein f√ľhren k√∂nnte. Insgesamt war der Theorieanteil erwartungsgem√§√ü hoch aber sicher sinnvoll und f√ľr alle Unerfahrenen und auch f√ľr die alten Hasen gewinnbringend.

Gut ausgeschlafen begann der zweite Tag der Fortbildung diesmal mit einer etwas kleineren Gruppe der Spenger PaddlerInnen. Am Sonntag stand das Paddeln auf der Lippe in Kajaks und einem Canadier im Vordergrund. Abwechselnd wurden auf der Strecke vom neuen Einstieg beim Gut Lippesee in Sande bis zum R√∂merlager in Anreppen die Gruppe in kleinen Abschnitten von den TeilnehmerInnen selbst gef√ľhrt. Anschlie√üend wurde dann jeweils im Kehrwasser oder bei der Mittagspause am Ufer kurz reflektiert und einzelne Situationen gemeinsam analysiert. Der Mittagspausenschwall hatte trotz Mittagstief eine hohe Anziehungskraft und etliche PaddlerInnen der insgesamt 7 Gruppen an diesem Tag waren dort gemeinsam zum Spielen in der Str√∂mung unterwegs, w√§hrend andere sich am Ufer st√§rkten und die Sonne genossen. Spontane dargestellte Notf√§lle und Rettungs- und Bergeaktionen auf der Lippe sorgten immer wieder f√ľr Abwechslung, wurden aber Dank schneller und aufmerksamer Aufgabenverteilung und mit Rettung der verunfallten Schauspieler auch gemeistert.

Unser Fazit: Eine Veranstaltung mit hohem Spaßfaktor, die wirklich zur Sicherheit auf und am Wasser beiträgt, jeden Einzelnen schult und mit neuer Verantwortung ins weitere Vereinsleben entlässt! Die restlichen Touren der Saison können also getrost kommen!

NEWS Spielboot

Flip ¬ītil ya drop ‚Äď Isarwelle, Plattling 2021

Gepr√§gt von H√∂hen und Tiefen bezogen auf Wasserstand, konditionelle F√§higkeiten, Schmerzen und Schmerzempfinden sowie Wiedersehen und Abschied. Das waren f√ľnf Tage in Plattling im August 2021.

Geboren wurde die Idee zur Isarwelle nach Plattling zu fahren auf der Wildwasser- und Wanderpaddlerfreizeit in Slowenien an der Soca. Vorgeschlagen von Tobi bei Wein und Bier am Lagerfeuer fand die Idee auch zur√ľck in Deutschland noch so gro√üen Anklang, dass schnell klar war: ‚ÄěJetzt wird gehandelt‚Äú. Bulli reserviert, nochmal ein kurzes (aber erfolgreiches) Rollentraining f√ľr die versierten Anf√§nger und dann Abfahrt. Die knapp 700 km lange Anfahrt verlief kurzweilig weil es einfach viel zu bequatschen gibt. Tobi ist selbst schon vorgefahren, um von dort aus sp√§ter direkt in die Schweiz zur√ľckzukehren, Matheo kommt wegen der Arbeit ein paar Tage sp√§ter mit dem Bus und Zug nach. Nachts im Dunkeln ankommen, erstmal auf der falschen Uferseite orientieren, Tobi entdecken und schnell wieder √ľber die Br√ľcke zur√ľckfahren. Dort angekommen gibt‚Äôs dann das wohlverdiente Bier und einen Wein unter sternklarem Himmel direkt an der Welle, deren Dimension sich im Mondschein und der gelegentlichen Beleuchtung der vorbeifahrenden Z√ľge kaum erahnen l√§sst. Der Zeltaufbau verl√§uft routiniert und problemlos und zwischen 3 und 4 Uhr morgens wird dann doch noch die Nacht eingel√§utet. Der n√§chste Morgen beginnt spannend mit dem ersten Blick auf die Welle, einem sehr einfachen, aber leckeren Fr√ľhst√ľck und mittags nach der ersten Paddelsession mit dem schnellen Umzug auf die wieder andere Uferseite, da uns der √∂rtliche Trunkenbold und seine Freunde nicht allein lassen wollten. Der erste Kontakt mit der Welle, spannend und gleichzeitig wohltuend, das Wasser zu f√ľhlen und die Gutm√ľtigkeit der Welle zu erfahren. Die ersten Surfs und Backsurfs laufen gut, Spins sind fahrbar und Luca setzt sofort den Flipcounter auf 1, damit ist das gro√üe Rennen gestartet. Das erkl√§rte Ziel aller: einen sch√∂nen Loop zu fahren und direkt in der Welle weiter zu surfen, f√ľr Tobi kein Problem. Der macht sich schonmal mit Space Godzillas und McNastys warm ūüėä. Die Tage vergehen, die Routine kommt, die Kraft schwindet und der Muskelkater h√§lt langsam aber sicher Einzug, jeder hat irgendwas. Laura bekommt von Daniel beim Eskimo-T-Rettungsversuch im Strudel auf der Kehrwasserlinie das Auge mit der Bootsspitze blau geschlagen und wird von Tobi schnell mit Eis von der Tankstelle versorgt. Lucas Ellenbogen schmerzt, Daniels Schulter zwickt, Matheo schl√§ft ersch√∂pft am Lagerfeuer auf dem Boot ein, nur Malena scheint so richtig fit zu sein. Zwischendurch immer wieder kurze Regenschauer, wenig problematisch, weil es sowieso nass ist in der Welle. Lange Abende beim Grillen, bei Regen auch mal im beschlagenen Bulli oder wahlweise im Vorzelt, immer gemeinsam und in wirklich fr√∂hlicher Gesellschaft. Die Erfolge werden sichtbar gr√∂√üer, die Welle, die uns einst gef√ľhlt beherrschte, wird nun unser Knecht, uns zu drehen, zu loopen und zu spinnen, wann und wie wir es wollen, gelegentlich die gewollte oder ungewollte Kerze (K√∂rz√∂√∂√∂√∂!) im regelm√§√üig auftauchenden Strudel auf der linken Uferseite. Wir fahren gemeinsam in die Welle, surfen parallel, kabbeln, schubsen uns gegenseitig, umfahren uns elegant und fahren Arm in Arm auf dem Wellenkamm oder liegen zur Regenration am Ufer einfach nur beieinander. Der Fortschritt und die Routine sind sichtbar, f√ľhlbar und erlebbar! Der letzte Tag gepr√§gt von Muskelkater und Ersch√∂pfung und dem eisernen Willen zu paddeln endet bei strahlendem Sonnenschein. Mit Pizza und Leberk√§s Semmel bewaffnet geht es dann auf die R√ľckfahrt. Der Abschied von Tobi f√§llt schwer, der f√§hrt n√§mlich direkt in die Schweiz zur√ľck und beschlossen wird, dass wir uns definitiv nochmal in Plattling treffen werden.

Es war einfach wirklich richtig gut!

Wildwasser und Wanderpaddler – Slowenien Freizeit 2021

Bericht und Bilder von der Slowenien Freizeit 2021 (AKo)

Soca 2021 – Daten und Fakten

Abfahrt 04.07.2021 22 Uhr des Vereinsbullis an der Garage. Die anderen PKWs und die Privatbullifraktion waren schon unterwegs. Treffpunkt Kajakcamp Toni in Bovec, Slowenien gegen Mittag am 05.07.2021.

R√ľckfahrt 17.07.2021gegen 11 Uhr in Bovec, Ankunft in Spenge am 18.07. ‚Ķ irgendwann Nachts

Dazwischen: 14 Tage Paddelspaß und mehr РDas große Sozialexperiment

Nachdem alle 21 Teilnehmer, der j√ľngste gerade elf Monate und der √§lteste bereits im wohlverdienten Ruhestand, angekommen waren, begannen wir das Camp einzurichten. 21 Leute, 21 Meinungen, darunter jede Menge P√§dagogen ‚Ķ schlussendlich siegte die Kompromissbereitschaft und wir wurden uns einig. Das K√ľchenzelt, die Bullis und Zelte wurden so drapiert, dass wir mitten im Lager unter den drei mitgebrachten Pavillions unsere lange Tafel einrichten konnten. An diesem zentralen Anlaufpunkt wurde gef√ľhst√ľckt, abends gegessen und die Planung des jeweils n√§chsten Tages besprochen. Und das Abendprogramm nicht zu vergessen, aber dazu sp√§ter mehr ‚Ķ Nach ein paar Tagen kamen noch Tobi, Saskia und Wilhelm nach und das Team war komplett.

Im Vordergrund stand nat√ľrlich das Paddeln. In diesem Jahr waren wir mit Gruppen in drei unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden unterwegs.

Die Mannschaften

Die Allesfahrer: Luca, Julien, Tobi, Malena, Hans und Daniel (die als Trainer die beiden anderen Gruppen betreuten, aber auch dazu sp√§ter mehr). Egal ob Slalom-, Friedhof- oder Abseilstrecke, die Mannschaft f√§hrt einfach alles und am besten mehrfach hintereinander. Jeder Stein und jede Welle werden mitgenommen ‚Ķ schneller, h√∂her, weiter. Zwischendurch immer mal fr√∂hliches Boote tauschen damit die anderen auch mal sehen was mit dem Material so geht. Diese Gruppe betreut sich im Wesentlichen selbst. Kenterungen kommen quasi, kaum, selten, so gut wie gar nicht vor ūüėČ

Die Wildwassereinsteigergruppe: Daniel, Lino, Felix, Laura, Lorenz, Anna

Mit sehr unterschiedlichen Vorerfahrungen ist diese Gruppe auf den Bach gegangen. Alle haben sich gegenseitig unterst√ľtzt und voneinander profitiert. Daniel war als Trainer unerm√ľdlich im Einsatz, hat uns immer wieder angetrieben unsere Fahrk√ľnste auszuprobieren und so schrittweise zu erweitern. Begleitet wurde die Gruppe au√üerdem abwechselnd von einem der in Retten und Bergen erfahreneren Allesfahrer.

Die Wanderpaddelgruppe: Heike, Klaus, Angelika, Martin, Anna, Roland, Matthis, Saskia, Emil und Anton.

Man mache sich nichts vor, Wanderpaddeln auf der Soca ist mit Wanderpaddeltouren in hiesigen Gewässern nicht zu vergleichen. Es gibt einige Stromschnellen die ein gewisses Können erfordern. Grundkenntnisse wie Kanten, Kehrwässer anfahren sowie Spritzdecke ziehen nach einer Kenterung sind zwingend erforderlich … und ein wenig Mut. Begleitet wurde die Gruppe stets von Hans und abwechselnd einem der in Retten und Bergen erfahreneren Fahrer der anderen Gruppen.

Und nicht zu vergessen die beiden, die in diesem Jahr nicht mit auf dem Wasser waren: Danke an Annabell f√ľr die Orga und Beaufsichtigung des Camps w√§hrend wir unterwegs waren. Und Danke an Wilhelm f√ľr die tatkr√§ftige Unterst√ľtzung der teils doch recht aufwendigen Shuttles zu den Ein- und Ausstiegstellen.

Ausfl√ľge

Die Fahrt war in diesem Jahr ganz bewusst so angelegt, dass wir auch mal Wandertage einlegen konnten. Denn es gibt abseits der Fl√ľsse so viel zu entdecken. Eine Gruppe fuhr mit der Seilbahn auf den 2200 Meter hohen Kanin. Nach einem Anstieg √ľber ein Schneefeld stellte sich leider heraus, dass aufgrund von Schneefeldern und abgerutschtem Ger√∂ll der Weg zum Felsenfenster unpassierbar war.

Die andere Gruppe bahnte sich am Mala Mojstrovka den Weg durch Steilwände und Geröllfelder bis auf 1920 Meter Höhe.

Au√üerdem machten wir an zwei Tagen Ausfl√ľge zum Predilsee auf italienischer Seite kurz hinter der slowenischen Grenze. Hier nutzen einige die Gelegenheit zum Trainieren der Eskimorolle in ruhigem Gew√§sser. Zumindest beim ersten Ausflug spielte das Wetter soweit mit, dass wir au√üerdem in der Sonne liegen und die Seele baumeln lassen konnten. Beim zweiten Ausflug sa√üen wir aufgrund des starken Windes bei Getr√§nken und Snacks im Restaurant und genossen die Aussicht.

Das ‚Äěoffizielle‚Äú Abendprogramm

Grunds√§tzlich waren offiziell drei Titel zu vergeben. Es stellte sich jedoch recht schnell heraus, dass Chef*in und Klassensprecher*in bereits von allen akzeptiert gesetzt waren. Der Titel Kenterk√∂nig*in war allerdings t√§glich vakant ‚Ķ und hei√ü umk√§mpft. Von allen Kenterungen wurde abends bei dem ein oder anderen Kaltgetr√§nk ausgiebig berichtet. In die Beurteilung flossen sowohl quantitative als auch qualitative Leistungen ein. Danach wurde abgestimmt. An dieser Stelle ist zu sagen, dass Laura trotz gro√üer Leistungen den Titel der Kenterk√∂nigin nie offiziell zugesprochen wurde, sie ist so zur Kenterk√∂nigin der Herzen geworden. Zus√§tzlich zur Plakette konnten sich alle Kenterkanuten f√ľr ihre Leistung einen schicken, neongelben, von Malena mit viel Liebe lackierten Nagel verdienen. Gut, dass der Mensch zehn Finger- UND zehn Zehenn√§gel hat. Kenterk√∂nigsplaketteninhaber am letzten Tag war Daniel, in Gedenken an unsere zwei Wochen verfasste er folgendes Gedicht in Anlehnung an den Erlk√∂nig und trug es zu Abschlussessen am letzten Abend in der Pizzeria vor:

‚ÄěDer Kenterk√∂nigIn.

Wer reitet auf dem Friedhof durch Wellen und Wind, es ist Laura Springhetti, die kentert bestimmt. Der Kenterk√∂nig ist ihr sicher beim fahr’n und trotzdem kriegt ihn Daniel, was f√ľr ein Schmarr’n. Familie Philipp und Hans haben die Hausfrau gerockt und Franky f√ľhlt sich vom Grund angelockt. Annabell und die Kinder haben den Zeltplatz bewacht und Emil beim paddeln keine Dummheiten gemacht. Der schnelle Klaus f√§hrt agil und schnell, da leuchten Petrings Augen ganz hell. Die Stimmung kippt, auf dem Kombi ne Maus, Skandalfrei dagegen sind Wilhelm, Heike und Klaus! Der Lino jedoch w√§r im Nudelholz fast verreckt, statt dessen hat er sein Boot mit Malenas Hilfe im Siphon versteckt. Tobi f√§hrt hinterher, Luca springt rein und zieht es schnell raus, sonst w√§re das Gedicht hier auch schon aus. Doch Julien und Saskia rollten dort ganz leicht im Topo, beim Kerzen jedoch braucht Malena mehr Gewicht auf dem Popo. Diese √úberleitung war schlecht und h√§tt‘ sich auch fast nicht gereimt, doch gibt es auch Dinge, die sind hier vereint. Denn Anna h√§lt Lorenz fest im Arm, sie h√§lt ihn sicher, er h√§lt sie warm, zusammen sind sie dann die Klamm doch noch gefahren. Slowenien 2021ūü§≠ Vergessen hatte ich den Felix ja noch, der jeden Morgen ebenso aus seinem Zelte kroch. Ein Versehen ist’s gewesen, sein R√ľcken auch bald genesen. Er unterst√ľtze die Anf√§nger und Wanderer, wie kein anderer!‚Äú

Abseits der Strecke

Ein Argument f√ľr Camp Toni ist die lockere, entspannte Atmosph√§re. Getr√§nke kann man direkt in der Soca k√ľhlen und diese abends im Camp, teilweise am Lagerfeuer in entspannter Runde genie√üen. Abends ist dann auch, aber nicht nur der Paddelsport Thema. Es gibt zum Gl√ľck genug Anl√§sse um t√ľchtig viel Spa√ü in den Backen zu haben. Und wenn nachts dann nochmal der Hunger kommt zieht Julien eben sein K√ľchenmodul aus und es gibt noch Spiegeleier. Hauptsache Z√§hneputzen!

Alles kann, nichts muss ‚Ķ nur ohne Bullis, das w√§r nix ūüėČ

Abschlussgedanken

Daniels Abschlussgedicht er√ľbrigt es, in diesem Artikel noch viele weitere Anekdoten zu erw√§hnen. Es dr√ľckt aus, was wir f√ľr eine tolle Zeit hatten. Und es zeigt deutlich, dass uns im Verein mehr verbindet als der nur der Paddelsport. Wir sind alle tief beeindruckt von der Natur, in der wir diesen Sport aus√ľben d√ľrfen. Und wir sind ein Team, das freundschaftlich √ľber alle Altersklassen hinweg die gemeinsame Zeit genie√üt und diesen Gemeinschaftsgedanken an die J√ľngeren weitergibt. Wir respektieren und wertsch√§tzen uns.

Also ging es nach zwei wunderschönen Wochen wieder nach Hause. Mit reichlich Paddelflausen im Kopf … und Sonne im Herzen.

Wildwasser – Boatercross Rennen in Hohenlimburg

Bericht und Bilder vom 26.06.2021

Am Samstag, 26.06., starteten beim Boatercross Rennen des kagoon in Hohenlimburg die beiden Nachwuchspaddler Malena und Emil. In den Gruppen der Kinder bis 14 startete Emil als j√ľngster Teilnehmer des Tages und schied leider schon beim ersten k.o. Rennen aus. Malena hingegen konnte sich als j√ľngste Teilnehmerin bei der Gruppe der Damen bis ins Halbfinale durchschlagen. Zwischendurch rettete sie der Lucky Loser und sie konnte im darauffolgenden Rennen wieder √ľberzeugen. Der Start von der 2,50m hohen Startrampe direkt √ľber der Eingangswelle in die Hauptstr√∂mung hinein konnte vorher besichtigt werden und die Kinder durften die Rampe dann nat√ľrlich vorab auch testen. F√ľr beide war der Tag sicher spannend und mit vielen aufregenden Eindr√ľcken versehen.

Wildwasser – Training auf der Lippe in Esbeck

Bericht und Fotos aus Mai und Juni 2021

F√ľr Wildwasser Anf√§nger und Kinder ist die Lippe bei Esbeck ein geeignetes Revier. Hier konnten die unerfahrenen und j√ľngsten Vereinspaddler in sehr kontrollierter Umgebung an mehreren spontanen Terminen im Mai und Juni die ersten einfachen Paddeltechniken f√ľr das Wildwasser erlernen. Das einfache Einschlingen in die Hauptsr√∂mung, das Kehrwasserfahren und das Traversieren sind hier unter einfachen Bedingungen und sehr klaren Str√∂mungsverh√§ltnissen gut m√∂glich. Nebenbei wurden auch das Ziehen der Spritzdecke, das kontrollierte Aussteigen aus einem gekenterten Kajak und das Retten und Bergen ge√ľbt. Tolle Fortschritte waren in allen Altersgruppen sichtbar, bei einigen Anf√§ngern klappte dann sogar das kontrollierte surfen in der Str√∂mung. F√ľr die Fortgeschrittenen war die stehende Welle im unteren Teil der Strecke bei diesem tollen Wasserstand die Einladung zum Spielbootfahren.

Markkleeberg ‚Äď Wildwassertraining im Wettkampfkanal des Kanuparks Markkleeberg

Bericht, Bilder und Videos vom 25.09.-27.09.2020

Wasser von oben, Wasser von unten und wenn man dann in der Walze hängt auch noch von der Seite. So lässt sich das Wildwassertraining im Wettkampfkanal des Kanuparks Markleeberg wahrscheinlich am besten beschreiben.

Zu f√ľnft zogen wir mit Spielbooten und Creekern ausgestattet am Freitag Nachmittag in Richtung Leipzig los. Der Zeltplatz am Markkleeberger See war bereits vorab reserviert, da st√∂rte sich auch keiner am fast schon n√§chtlichen Aufbau der Zelte und der spontanen Grillaktion in der Dunkelheit.

Am n√§chsten Morgen sollte es dann endlich losgehen. Nach der Irrfahrt auf der Suche nach einem B√§cker und durch das Einbahnstra√üenlabyrinth bis hinunter zur Wildwasserkehre konnten endlich die Boote vom H√§nger befreit werden. Kaum waren die Turbinen, die ca. 10m¬≤ Wasser pro Sekunde pumpen angelaufen, begaben wir uns alle auf das bequeme F√∂rderband, um uns die Strecke hautnah anzuschauen. W√§hrend einige direkt in den tosenden Wellen und Walzen mit dem Spielen begannen, nutzten die anderen die M√∂glichkeit die Strecke langsam zu ‚Äěerfahren‚Äú. Immer mutiger werdend wurden dann auch die ersten Kehrw√§sser angefahren, die teilweise mit st√§rkeren Str√∂mungen f√ľr √úberraschungen sorgten und die Kajaks immer wieder in die Walzen reinzogen. Dies f√ľhrte zu etlichen erfolgreichen, wenn auch ungewollten Eskimorollen und gelegentlich auch unliebsamen Kontakten mit den deutlich gr√∂√üeren Rafts. Nach der dringend notwendigen, aber durch Regen und Wind extrem k√ľhlen Mittagspause ging es v√∂llig durchgefroren zum erneuten Warmpaddeln auf den Kanal. Mit deutlich mehr Routine konnten wir nun alle das Spielpotenzial der Wellen, Walzen und Kehrw√§sser antesten und die Bewegung im halbwegs warmen Wasser genie√üen. Das anschlie√üende Feierabendradler und die wohlverdiente hei√üe Dusche auf dem Zeltplatz rundeten den Paddeltag ab. Da uns wegen des anhaltenden Regens Matheos Bratkartoffeln mit Butter und Speck verwehrt blieben, kehrten wir in die Neuseenlandstube zum urigen Abendessen und einem sch√∂nen Spieleabend ein.

Der zweite Tag sollte dann zumindest trocken beginnen‚Ķ Nach dem Fr√ľhst√ľck und dem Abbau der Zelte brachen wir erneut auf, den Wettkampfkanal zu erobern! An diesem Sonntag sollte sich jeder noch weiter steigern k√∂nnen, so bespielte Malena den ganzen Tag im Spielboot den Kanal, Anna fuhr vormittags bis zum (bitteren) Ende und sammelte so viel Praxiserfahrung wie noch nie, Daniel √ľbte den Sidesurf in der Walze bis die Gummischweine kamen, Matheo trieb das Verh√§ltnis von minmalen H√∂henmetern zu maximaler Zeit in der Welle auf die Spitze und Luca paddelte (gewollt und gut gekonnt) den kompletten Kanal einfach mal ohne Paddel ab. Diverse Blasen an allen denkbaren Stellen an den H√§nden, blaue Flecken, Muskelverspannungen und das auff√§llige blaue Tape an den offensichtlichen Blessuren machten die Wildwasserpaddler des KSV Spenge auch nach au√üen hin gut erkennbar. So konnten wir stolz auf die geleistete Arbeit, die individuellen Fortschritte und voller Vorfreude auf die n√§chste Tour nach Markkleeberg nach Hause aufbrechen!

Kanu AG / Wildwasser – Die Regenbogen Gesamtschule f√ľhrt eine Wildwasserschulung in der Fahrten- und Projektwoche durch

Bericht, Bilder und Videos vom 13.08.-19.08.2020

Zur Fahrten- und Projektwoche 2020 der Regenbogen Gesamtschule hatte die Kanu AG in Kooperation mit dem KSV Spenge eine Besonderheit zu bieten. Ausgew√§hlte Sch√ľlerinnen und Sch√ľler der Kanu AG durften an der Wildwasser Woche teilnehmen. Insgesamt waren neben dem ehemaligen und dem aktuellen AG Helfer Luca L√ľhrmann (Q1) und Felix Dreyer (Klasse 9morelia) 5 weitere Sch√ľlerInnen der Klasse 8-12 dabei. Auf dem Plan standen neben dem Erlernen der Eskimorolle im Freibad Neuenkirchen auch die ersten Paddelerfahrungen und das Retten und Bergen im str√∂menden Gew√§sser. Die Eskimorolle gilt sicher als eine der wichtigsten Techniken und Voraussetzungen f√ľr das Befahren von Wildwasser. Dadurch kann selbst beim Umkippen des Bootes eine Kenterung und das damit verbundene Aussteigen aus dem Boot vermieden werden. Weiterhin dient das Training der Rolle auch als praktische Vor√ľbung zum st√ľtzen und stabilisieren im Wildwasser. Zum angstfreien Erlernen haben wir uns das Freibad Neuenkirchen ausgesucht. Da die Erfolge bereits am ersten Tag deutlich zu sehen waren, begannen wir am zweiten Tag mit dem Befahren von Str√∂mungen auf der Lippe in der k√ľnstlich angelegten Wildwasserstrecke in Esbeck bei Lippstadt. Hier konnten die Kinder und Jugendlichen unter relativ einfachen Bedingungen Techniken wie z.B. das Traversieren oder das Kehrwasserfahren √ľben. Nach einer zaghaften Runde zu Beginn wurden die TeilnehmerInnen mutiger und wagten auch schwierigere Kehrw√§sser anzufahren. Insgesamt erh√∂hte sich das Tempo und die fahrerische Sicherheit der Gruppe im Verlauf des Tages deutlich. Im weiteren verlauf √ľbten wir auch das Retten und Bergen und den korrekten Umgang mit Rettungsger√§ten wie z.B. dem Wurfsack. Die praktischen √úbungen machten sowohl den „Rettern“ als auch den „zu Rettenden“ viel Spa√ü, die sich hierbei mit der vorher trainierten Wildwasserschwimmtechnik die Str√∂mung der Lippe hinunterst√ľrzen durften. Mit dem abschlie√üenden Eis im Bulli auf dem Weg nach Hause k√∂nnen wir die Wildwasserwoche 2020 sicher als Erfolg verbuchen!

Wildwasser und Wanderpaddler Freizeit in Slowenien an der Soca 2020

Auch 2020 wird es vom 27. Juni bis zum 8. Juli wieder die beliebte Wildwasser Freizeit des KSV Spenge im Kanu Camp Toni in Bovec geben. Die Fahrt ist f√ľr alle Mitglieder offen! Bisher haben sich bereits 26 Mitglieder angemeldet. Weitere Infos folgen nach der Fahrtenplanung auf der Jahreshauptversammlung am 28.02.20.

Bericht vom 23.06.2019

Wildwasser Tour auf der Oker

Am Samstag, 22.06.2019 war es soweit. Morgens um 7.30h brachen die unerschrockenen Wildwasserpaddler der Regenbogen Gesamtschule in Spenge auf, um den Harz zu erobern.

Ziel: Romkerhall
Mission:
Befahrung der Oker
Schwierigkeit:
hoch

Mit Wildwasser im Bereich II bis IV+ auf der sechstufigen Skala bietet die Oker das wahrscheinlich wildeste und (wie wir finden) auch das sch√∂nste Wildwasser Norddeutschlands. Durch den ganzt√§gigen Ablass aus dem Spitzenlastkraftwerk der Harzwasserwerke war das Wasser wuchtig und mit gerade mal 4 Grad Celsius auch extrem kalt. Gut eingepackt in Neopren und Trockenanz√ľgen ging es direkt unter der Stra√üe hindurch bis zur ersten Kernstelle der Sauren Helene. Hier konnten wir bereits die ersten Kehrw√§sser anfahren und die verschiedene Wildwassertechniken anwenden. Spannender wurde es dann beim Wilden Wilfried, wo wir dann eine kleine Stufe von ca. einem Meter herunterrutschen konnten. Auch die Elefantenf√ľ√üe und die Kakaowalze meisterten alle Paddler mit Bravour, hier konnten wir auch ein paar Freestyle Techniken ausprobieren. Bevor es dann in den ber√ľchtigten und technisch sehr anspruchsvollen Hexenritt ging sollte zuerst eine Besichtigung der Kernstelle erfolgen. Mit einer Absicherung durch Wurfs√§cke wurde diese schwierige Stelle dann jeweils einzeln befahren, von der erfolgreichen Befahrung √ľber mehrere Eskimorollen sogar bis hin zu einem Schwimmer wurde alles geboten. Bei der anschlie√üenden Besichtigung der sogenannten Geisterbahn wurde dann eine l√§ngere Pause eingelegt, um Kraft zu tanken. Anschlie√üend sollte die komplette Strecke ein weiteres Mal gefahren werden. Einige Stellen konnten nun auch noch ausgiebiger zum √úben und Spielen genutzt werden. Diesmal kamen sogar alle Paddler fehlerfrei durch den Hexenritt. Anschlie√üend paddelten auch einige Mutige noch die Geisterbahn, die keinen Fehler verzeiht! Schwimmen hei√üt n√§mlich an dieser Stelle auf jeden Fall einige blaue Flecken! Hier bestanden jedoch alle Paddler souver√§n und so konnten wir nach einem langen Tag den Heimweg ohne Blessuren antreten.

Wiederholungsgefahr: extrem hoch!